3. April 2010

Faire Ostern

Kein Ei mit der 3
Faire OsternFaire OsternFaire OsternFaire Ostern

Am Samstag den 3. April 2010 wird die Grüne Jugend Düsseldorf einen Stand in der Düsseldorfer Altstadt haben. An unserem Stand kann man Eier bemalen und wir informieren unter dem Motto „Kein Ei mit der 3" über die Problematik der Käfighaltung, Bodenhaltung, Freilandhaltung und Ökologische Haltung von Hühnern.

 

Damit der Osterhase den Überblick über die verschiedenen Haltungsformen von Hühnern behält, sind die vier möglichen Haltungskategorien auch auf jedem einzelnen Ei ablesbar: 3 bedeutet Käfighaltung, 2 bedeutet Bodenhaltung, 1 bedeutet Freilandhaltung und 0 bedeutet ökologische Haltung.


 
Käfig bleibt Käfig
Seit Januar 2009 sind so genannte "ausgestaltete Käfige" mit 750 Quadratzentimetern je Henne erlaubt. Dort können sie trotzdem nicht ihr arteigenes Verhalten - wie Flügelschlagen und Sandbaden - ausleben.
Viele Vorgänge in der Käfighaltung erfolgen automatisch, wie die Versorgung mit Futter und Wasser, das Sammeln der Eier und die Entsorgung des Kotes. Auf Grund des Bewegungsmangels der Hühner sind die Knochen nicht so fest und brechen leichter. Außerdem können die Tiere mit zu lang gewordenen Krallen in den Käfigen hängen bleiben. Üblich sind fensterlose Ställe. Problematisch bei solchen Eierfabriken ist vor allem die Belastung der Atmosphäre mit Ammoniak, die Belastung des Grundwassers mit Nitrat sowie Antibiotika im Hühnerfutter. Rund 40 Prozent der knapp 17 Milliarden in Deutschland gelegten Eier werden so produziert.

Bodenhaltung
Bei der Bodenhaltung dürfen bis zu sieben Hühner pro Quadratmeter Stallfläche auf dem Boden gehalten werden. Ein Freilauf ist bei der Bodenhaltung nicht vorgeschrieben, auch wenn die Bilder auf den Eierpackungen dies manchmal suggerieren. Vorgeschrieben ist, dass mindestens ein Drittel der Bodenfläche mit Streumaterial wie Stroh, Holzspänen, Sand oder Torf bedeckt sein muss. Die Tiere können die meisten ihrer artgemäßen Verhaltensweisen ausleben. Auf Grund der Bewegungsfreiheit sind die Flügel- und Beinknochen fester und die Krallenabnutzung ist normal. Zu den Nachteilen gehört, dass die Hennen mit dem Kot in Kontakt kommen. Auf diese Weise können sie sich schneller mit Parasiten infizieren. Auch Krankheiten breiten sich schneller im Bestand aus. Die Tierverluste sind höher und damit der Bedarf an Medikamenten.


Freilandhaltung
Bei der Freilandhaltung müssen die Legehennen neben ihrem Stall einen Mindestfreilauf von zehn Quadratmeter Freiland pro Huhn haben. Die Vorschriften für den Stall sind dieselben wie bei der Bodenhaltung. Der Auslauf muss überwiegend begrünt sein. Bäume, Sträucher oder ein Unterstand sind notwendig, damit die Tiere Schutz vor natürlichen Feinden finden können. Tagsüber haben die Hennen uneingeschränkten Zugang ins Freie, so dass sie nach Belieben ihre typischen Verhaltensweisen ausleben können. Insgesamt sind die Tiere unempfindlicher, da sie bei jedem Wetter draußen sein können. Der Anteil der Eier aus Freilandhaltung macht am Eiermarkt bislang 11 Prozent aus und steigt nur langsam.

 

http://www.was-steht-auf-dem-ei.de/Bio-Eier
Besonders empfehlenswert sind Bio-Eier. Diese stammen immer aus Freilandhaltung und außerdem kommt das Futter weit überwiegend aus ökologischem Anbau, die Verabreichung von Antibiotika und anderen Medikamenten sind verboten. Zudem sind im Stall sechs Quadratmeter pro Henne Mindestfläche vorgeschrieben. Auch das systematische Schnäbelkürzen ist nicht erlaubt. Die maximale Stallgröße ist auf 3.000 Legehennen je Einheit begrenzt. Jeweils sechs Tieren muss mindestens ein Quadratmeter Stallnettofläche zur Verfügung stehen. Wenigstens ein Drittel der Stallfläche muss eingestreut sein. Den Tiere muss das Staubbaden möglich sein sowie Tageslicht erhalten. Eine mindestens achtstündige beleuchtungsfreie Ruhephase ist vorgeschrieben.

 

 

Die Grüne Jugend Düsseldorf findet, dass nur faire Ostern auch frohe Ostern sind.

 

 

www.was-steht-auf-dem-ei.de