10. März 2006

Junge Grüne Düsseldorf diskutierten über Abfallpolitik und fassen Beschluss

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung diskutierten die Jungen Grünen Düsseldorf über die Zukunft der Gelben Tonne und die mögliche Einführung einer "Zebra Tonne?.

Als Gäste konnten Werner Görtz, Leiter des Umweltamtes Düsseldorf und Dr. Michael Rumphorst, Sprecher der Grünen Landesarbeitsgemeinschaft "Abfallwirtschaft? begrüßt werden.

 

Im Anschluss an einen Vortrag verabschiedeten die Jungen Grünen den Beschluss "?Zebra Tonne? ist ein trojanisches Pferd der privaten Abfallindustrie: Gegen die Abschaffung der gelben Tonne?. Darin sprechen die Jungen Grünen sich eindeutig gegen die Abschaffung der gelben Tonne aus, da dies den Weg für die private Abfallwirtschaft öffnet auch den Restmüll zu entsorgen. Die Folge wäre die finanzielle Schwächung von Kommunen und Gebührensteigerungen für die Verbraucher.

 

?Wenn die FDP die Abschaffung fordert schwächt sie ein weiteres Mal die kommunalen Finanzen und bürdet dem Bürger zusätzliche Kosten auf. Die Liberalen sind schlicht und einfach von der privaten Abfallindustrie für deren Zwecke instrumentalisiert worden?,

so der Sprecher der Jungen Grünen, Benjamin Müller.

 

In dem Beschluss wurde auch ausdrücklich die Rolle Erwins beim Verkauf der Stadtwerke und der dazugehörigen Awista scharf kritisiert.

 

?Damit Erwin seine Arena finanzieren kann, veräußert er das Düsseldorfer Tafelsilber. Wir sind nicht bereit dies einfach so hinzunehmen?,

so Müller. Die Jungen Grünen fordern hier die Privatisierung der Awista wieder rückgängig zu machen.

 

Die Probleme der gelben Tonne sind den Jungen Grünen bewusst. Die hohen Fehlwurfquoten kommen vor allem durch eine unzureichende Auszeichnung von Wertstoffen durch den Grünen Punkt zustande. Deshalb fordert man die Neuorientierung der gelben Tonne hin zu einer Wertstofftonne. Auch auf Bundesebene soll das Monopol des Dualen Systems Deutschland, dass für die Verwertung des Grünen Punktes zuständig ist, aufgebrochen werden. Damit verspricht man sich mehr Effizienz und eine deutliche Kostensenkung.

 

Für die Jungen Grünen ist klar, dass die getrennte Erfassung von Wertstoffen wie Glas, Papier und Biomüll nicht zur Disposition stehen kann und die kommunale Daseinsvorsorge nicht geschwächt werden darf.